Heilpädagogisches Zentrum Pskow

Spendenprojekt September 2022

1991 fasste die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland einen Beschluss zur „Versöhnung mit der Sowjetunion“ gefasst - 50 Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht. Eine große rheinische Delegation reiste nach Pskow, um mit den russischen Partnern zu trauern, um Versöhnung zu bitten und ein neues Kapitel des Miteinanders aufzuschlagen. 

 

Schon lange waren die traurigen und unwürdigen Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen im russischen Anstaltssystem bekannt: keine Bildung, keine Förderung, keine Lebensperspektive. Die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg machte sich nach der Reise zur Aufgabe, in Pskow ein Heilpädagogisches Zentrum zu gründen, die erste Tageseinrichtung für Kinder mit schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen in Russland. Mit engagierten Eltern als Partnern und fachlich unterstützt durch die Rurtalschule Heinsberg gelang es, 1993 mit dem Schulbetrieb zu beginnen, zunächst mit 8 Lehrern und 40 Kindern. Von Anfang an fanden sich in der Stadt und später im Oblast Pskow verlässliche Partner, die sukzessive mehr Verantwortung übernahmen. Bald entstanden ein Frühförderzentrum, Kindergärten, eine Werkstatt für behinderte Menschen und kleine Wohngruppen in der Stadt. Als Dach für die unterschiedlichen Aktivitäten wurde die „Initiative Pskow gegründet. Bald galt Pskow als „Sozialste Stadt Russlands“.

 

Mittlerweile sind das Heilpädagogische Zentrum und die Werkstatt in ganz Russland bekannt als sichtbares Zeichen eines inklusiven Systemwechsels. Menschen mit schweren Behinderungen erhalten in Pskow alle nötige Förderung, Therapie und Wertschätzung. Z.Zt. arbeiten in den Einrichtungen mehr als 250 Mitarbeitende für ca. 700 Menschen mit Behinderungen. Durch die Anerkennung als föderales Ressoucenzentrum ziehen die in Pskow entwickelten Konzepte mittlerweile auch in vielen Städten und Hochschulen Russlands ihre Kreise. 

 

Äußeres Symbol der Partnerschaft ist der „Pskower Engel“, ein kleiner Holzengel mit einer Behinderung. Er wird von der Pskower Werkstatt für Trauernde und Hospize, für Kirchengemeinden und Menschen, die Halt suchen hergestellt. In Russland wurde er bekannt, als er auch in der ISS einen Platz bekam. Trotz des Krieges in der Ukraine arbeitet das Heilpädagogische Zentrum ungehindert weiter. Es könnte sein, dass im Blick auf ein „danach“ des Krieges das Pskower Projekt ein wichtiger Anknüpfungspunkt wird.    

 

Spendenkonto der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“:

Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank

IBAN  DE78 3506 0190 1014 1550 38

GENODED1DKD

 

Stichwort: Hoffnung für Osteuropa


Entwicklungshilfe in Serbien

Spendenprojekt August 2022


Endlich eigenes Geld verdienen und der Familie ein Haus mit Wasser- und Stromanschluss bieten können. Nur ein Traum? Für viele Rückkehrer aus Deutschland in die Vojvodina ist das heute Realität. Sie haben das nötige „Startguthaben“ erhalten und sind nun selbständiger als zuvor. Partner von Hoffnung für Osteuropa (Landesstelle Württemberg ist EHO: Die Ökumenische Humanitäre Organisation in Serbien leistet Entwicklungshilfe, die durch praktisches Handeln, geleitet von christlichen ethischen Werten, zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft beiträgt, in der die Vielfalt geachtet wird. Multiplikatoren mit einer persönlichen Nähe zu den Menschen vor Ort und professionelle Mitarbeitende der Zentrale setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die Hilfe direkt vor Ort ankommt.




Kinderhospiz in Rumänien (Sibiu / Hermannstadt)

Spendenprojekt Juli 2022

Die Auswirkungen der Pandemie und der Krieg in der Ukraine bringen das Hospiz in ernsthafte Existenznöte. Im ersten Quartal des Jahres sind die Energiekosten um ein Dreifaches gestiegen, so dass die Finanzierung des Hauses gefährdet war.  Das Kinderhospiz in Hermannstadt ist das erste dieser Art in Rumänien . Der Wunsch war es, einen Ort zu gestalten, wo Kinder und Eltern lachen und trauern dürfen, wo sie Abschied nehmen und trotz allem gemeinsam schöne Stunden erleben. Durch dieses Projekt soll nicht nur den Kindern in ihrer Not geholfen werden, sondern es soll auch den Blick im Land freimachen für die Not dieser Familien, die oft über der Pflege und der Versorgung ihres kranken Kindes verzweifeln und selber Hilfe brauchen. Die Unterstützung seitens des rumänischen Staates ist völlig unzureichend und das Haus, sowie seine Menschen sind auf Spenden angewiesen. Auch hier gilt, dass selbst kleine Beträge Linderung bedeuten. 



Sozialdiakonische Arbeit in Riga

Spendenprojekt Juni 2022

Im Rahmen der Aktion "Hoffnung für Osteuropa" 2022/2023 bittet das Diakonische Werk Bremen e.V. um Spenden und Kollekten für die sozialdiakonische Arbeit der Jesus-Gemeinde in Riga.

Die Jesus-Gemeinde Riga mit ihren rund 800 Mitgliedern liegt zentral in der lettischen Hauptstadt. Da viele Menschen in Riga nur wenig verdienen und daher in großer Armut leben, hat die Gemeinde vor 25 Jahren entschieden, eine Diakonie-Sozialstation aufzubauen. Diese bietet ein kleines Altenheim, einen Kindergarten, Hausbesuche, eine Kleiderkammer und eine Apotheke. Diese Angebote werden nach wie vor rege genutzt und sind nur dank des großen ehrenamtlichen Engagements von 30 Freiwilligen vor Ort und der finanziellen Unterstützung zahlreicher Partnerorganisationen aus ganz Deutschland möglich.




Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ möchte Zuversicht schenken und Perspektiven für ein Leben in Würde schaffen. Christus selbst ruft dazu auf: „Ich war hungrig und ihr habt mich gespeist, ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäusevangelium 25,35). Dieses Wort Jesu stellt Kirche und Diakonie besonders an die Seite von Ausgegrenzten, Geflüchteten, benachteiligten Männern und Frauen, Kindern und Jugendlichen.

 

Dass ein gerechtes und soziales Europa Wirklichkeit wird, das ist eines der Anliegen von „Hoffnung für Osteuropa“. Bestehende globale Wirtschafts- und Verteilstrukturen sind ungerecht aufgebaut. Trotz des wirtschaftlichen Wachstums bleiben viele in Mittel- und Osteuropa von dieser Entwicklung ausgeschlossen. Daher gilt es gerade diese Strukturen zu verändern und zwar durch jahrelange christliche Partnerschafts- und Aufbauarbeit.

Viele ältere oder arbeitslose Menschen vor allem im ländlichen Raum sind weiterhin auf Unterstützung durch diakonische Initiativen und Einrichtungen angewiesen. Arbeitsmigration trägt dazu bei, dass die Verhältnisse vor Ort sehr schwierig sind. Sogenannte „Eurowaisen“ und allein gelassene Pflegebedürftige sind unter anderem die Folge.

 

Diakonische Werke und Kirchengemeinden in ganz Deutschland leisten wichtige Arbeit in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas. Mit den Organisationen vor Ort werden Wege gefunden, die Menschen unabhängig von Herkunft und sozialem Status in ein lebenswertes Leben führen.

 

 



Zum Netzwerk der Kooperationspartner gehören:

 

Die Aktion "Hoffnung für Osteuropa" wird seit 1994 deutschlandweit von Diakonischen Werken und Landeskirchen durchgeführt. Zwischen Ost und West sind in den vergangenen Jahren starke Partnerschaften durch die Aktion gewachsen. Wenn Sie mehr über die Arbeit im Rahmen von "Hoffnung für Osteuropa" in Ihrer Region erfahren möchten, kontaktieren Sie einfach den regionalen Partner:

 

 

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evang. Kirche von Westfalen

Olpe 35
44135 Dortmund

www.moewe-westfalen.de/aktiv-werden/hoffnung-fuer-osteuropa/

 

Das Diakonische Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V.
Vorholzstraße 3
76137 Karlsruhe

www.diakonie-baden.de

 

Diakonisches Werk Bayern e.V.
Pirckheimerstr. 6
90408 Nürnberg
www.diakonie-bayern.de

 

Diakonisches Werk Bremen e.V.

Contrescarpe 101

28195 Bremen

www.diakonie-bremen.de


 

Diakonisches Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig e.V.

Peter-Joseph-Krahe-Straße 11
38102 Braunschweig

www.diakonie-im-braunschweiger-land.de

 

 

Diakonisches Werk der Evangelisch-reformierten Kirche

Saarstraße 6
26789 Leer

diakonie.reformiert.de

 

Diakonie Mitteldeutschland
Merseburger Straße 44
06110 Halle (Saale)

www.diakonie-mitteldeutschland.de


Diakonisches Werk der Ev. Kirche im Rheinland

Lenaustraße 41
D-40470 Düsseldorf

www.diakonie-rwl.de/hoffnung-osteuropa

 Evangelische Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt

Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
www.ekir.de

 

Landesstelle "Hoffnung für Osteuropa" Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart

www.diakonie-wuerttemberg.de/hoffnung

 

Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens

Obere Bergstr. 1
01445 Radebeul

www.diakonie-sachsen.de/ich_moechte_helfen_hoffnung_fuer_osteuropa_de.html


 

Zentrum Oekumene der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Praunheimer Landstr. 206
60488 Frankfurt am Main

www.zentrum-oekumene.de

 

Konvent der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V.

Cumbacher Straße 12
99880 Waltershausen

www.ev-ostkirchen.de

 

 
Lippische Landeskirche

Leopoldstr. 27
32756 Detmold

www.lippische-landeskirche.de