Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ möchte Zuversicht schenken und Perspektiven für ein Leben in Würde schaffen. Christus selbst ruft dazu auf: „Ich war hungrig und ihr habt mich gespeist, ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäusevangelium 25,35). Dieses Wort Jesu stellt Kirche und Diakonie besonders an die Seite von Ausgegrenzten, Geflüchteten, benachteiligten Männern und Frauen, Kindern und Jugendlichen.

 

Dass ein gerechtes und soziales Europa Wirklichkeit wird, das ist eines der Anliegen von „Hoffnung für Osteuropa“. Bestehende globale Wirtschafts- und Verteilstrukturen sind ungerecht aufgebaut. Trotz des wirtschaftlichen Wachstums bleiben viele in Mittel- und Osteuropa von dieser Entwicklung ausgeschlossen. Daher gilt es gerade diese Strukturen zu verändern und zwar durch jahrelange christliche Partnerschafts- und Aufbauarbeit.

Viele ältere oder arbeitslose Menschen vor allem im ländlichen Raum sind weiterhin auf Unterstützung durch diakonische Initiativen und Einrichtungen angewiesen. Arbeitsmigration trägt dazu bei, dass die Verhältnisse vor Ort sehr schwierig sind. Sogenannte „Eurowaisen“ und allein gelassene Pflegebedürftige sind unter anderem die Folge.

 

Diakonische Werke und Kirchengemeinden in ganz Deutschland leisten wichtige Arbeit in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas. Mit den Organisationen vor Ort werden Wege gefunden, die Menschen unabhängig von Herkunft und sozialem Status in ein lebenswertes Leben führen.

 

Hier finden Sie sowohl Projekte, die aus Ihrer Region begleitet werden, als auch Informationen über Projekte in den unterschiedlichen Ländern. Durch Ihre Unterstützung können Sie Teil eines grenzüberschreitenden Netzwerkes werden.

Beispiele für Projekte im Rahmen von Hoffnung für Osteuropa

Kinderhospiz in Hermannstadt

Der Verein „Dr. Carl Wolff” www.carlwolff.ro hat im Laufe der Jahre ein Mehrgenerationen-Projekt aufgebaut mit dem Ziel, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu begleiten. Das Kinderhospiz in Hermannstadt ist das erste dieser Art in Rumänien. Neben der Pflege und Versorgung der Kinder mit lebensbedrohlichen Krankheiten, wird auch den Familien ein Ort geboten, wo zusammen gelacht und getrauert werden darf und wo man in Würde Abschied nehmen kann. In Zeiten der Pandemie werden wichtige Operationen und Schmerztherapie in den Kliniken kaum umgesetzt. Dies hat für Betroffene und ihre Familien viel Leid bedeutet. Sehr viele Patient*innen kommen mittellos, nicht einmal krankenversichert, ins Hospiz. Die Einrichtung kommt in diesen Fällen für alle Pflegeaufwendungen bis hin zur Beerdigung auf. Das Zentrum Oekumene in Frankfurt unterstützt den Verein, damit die monatlichen Kosten gedeckt werden können. 


Prima-Klima im Kindergarten in Serbien

Kinder, Eltern und Mitarbeitende lernen Umweltschutz

 

 

Im Kindergarten geht es schon mal hoch her. Es wird gespielt, getobt, gesungen, gelacht. Aber es gibt auch stille Momente – dann wird es ruhig, etwa beim Vorlesen von Geschichten. Der christliche Kindergarten Nojeva Barka ist in den 25 Jahren seines Bestehens größer geworden. Inzwischen kommen 56 Jungen und Mädchen ins Haus. Anfangs waren es zwölf Kinder, die seit September 1996 unter dem Dach der Baptistengemeinde betreut werden. Von Anfang an werden Kinder mit Behinderungen aufgenommen.

 

Der Kindergarten Nojeva Barka in Belgrad begann seine Arbeit 1996 zunächst in einem engen Kirchenraum. Die Baptistische Gemeinde Belgrad stellte für einige Stunden am Tag Platz zur Verfügung. Als Starthilfe hatte es eine Spende des damaligen Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Westfalen gegeben. Damit waren Löhne und andere Kosten für die Kindergartenarbeit gedeckt. Mit finanzieller Hilfe aus Westfalen konnte kurze Zeit später das Haus neben der Baptistengemeinde gekauft werden, um die Kindergartenarbeit zu erweitern. Der Kindergarten ist inzwischen ganztägig geöffnet. Es gibt auch ein Mittagessen für die Kinder. Bis heute setzt Nojeva Barka seine Inklusionsarbeit fort und es werden Kinder aus sozialschwachen Familien aufgenommen.  Von Elternbeiträgen werden Löhne und gesetzliche Verpflichtungen für die Mitarbeiterinnen bezahlt sowie auch Betriebskosten gedeckt.


Schutz und Förderung für Kinder in Rumänien

 

Die Sächsische Landeskirche und die Diakonie Sachsen sammeln 2020/2021 für rumänische Kindern aus zerrütteten Verhältnissen.

 

Mit dem Erlös wird das Tageszentrum „Offenes Haus“ in Hermannstadt/Sibiu unterstützt. Die Einrichtung ist Teil der sozialdiakonischen Arbeit der Evangelischen Kirchgemeinde A.B. in der siebenbürgischen Stadt. Das „Offene Haus“, dessen Arbeit auf Spenden angewiesen ist, bietet regelmäßig bis zu 25 Kindern Schutz und Förderung. Sie erhalten ein Essen und können duschen. Daneben geht es um langfristige Unterstützung. Es stehen sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte zur Verfügung und es gibt für die Kinder individuelle Hilfe- und Erziehungspläne. Besonderes Augenmerk wird auf die Erledigung der Hausaufgaben und den regelmäßigen Schulbesuch gelegt. Denn Bildung ist eine Voraussetzung, um dem Kreislauf aus Armut und Ausgrenzung zu entkommen.

 


 Christliches Kinderzentrum in Belarus

 

Im christlichen Kinderzentrum in Gomel, Belarus können die Kinder sich in über 30 verschiedenen Angeboten spielerisch im Kochen, Nähen, Tanzen, Klettern,  IT und in verschiedenen Werkstätten austesten. Das Freizeitangebot steht allen offen und fast 100 Kinder nehmen bereits wöchentlich daran teil. Die Diakonie Mitteldeutschland fördert das Kinderzentrum und die Kinder in Belarus.





Zum Netzwerk der Kooperationspartner gehören:

 

Die Aktion "Hoffnung für Osteuropa" wird seit 1994 deutschlandweit von Diakonischen Werken und Landeskirchen durchgeführt. Zwischen Ost und West sind in den vergangenen Jahren starke Partnerschaften durch die Aktion gewachsen. Wenn Sie mehr über die Arbeit im Rahmen von "Hoffnung für Osteuropa" in Ihrer Region erfahren möchten, kontaktieren Sie einfach den regionalen Partner:

 

 

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evang. Kirche von Westfalen

Olpe 35
44135 Dortmund

www.moewe-westfalen.de/aktiv-werden/hoffnung-fuer-osteuropa/

 

Das Diakonische Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V.
Vorholzstraße 3
76137 Karlsruhe

www.diakonie-baden.de

 

Diakonisches Werk Bayern e.V.
Pirckheimerstr. 6
90408 Nürnberg
www.diakonie-bayern.de

 

Diakonisches Werk Bremen e.V.

Contrescarpe 101

28195 Bremen

www.diakonie-bremen.de


 

Diakonisches Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig e.V.

Peter-Joseph-Krahe-Straße 11
38102 Braunschweig

www.diakonie-im-braunschweiger-land.de

 

 

Diakonisches Werk der Evangelisch-reformierten Kirche

Saarstraße 6
26789 Leer

diakonie.reformiert.de

 

Diakonie Mitteldeutschland
Merseburger Straße 44
06110 Halle (Saale)

www.diakonie-mitteldeutschland.de


Diakonisches Werk der Ev. Kirche im Rheinland

Lenaustraße 41
D-40470 Düsseldorf

www.diakonie-rwl.de/hoffnung-osteuropa

 Evangelische Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt

Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
www.ekir.de

 

Landesstelle "Hoffnung für Osteuropa" Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart

www.diakonie-wuerttemberg.de/hoffnung

 

Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens

Obere Bergstr. 1
01445 Radebeul

www.diakonie-sachsen.de/ich_moechte_helfen_hoffnung_fuer_osteuropa_de.html


 

Zentrum Oekumene der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Praunheimer Landstr. 206
60488 Frankfurt am Main

www.zentrum-oekumene.de

 

Konvent der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V.

Cumbacher Straße 12
99880 Waltershausen

www.ev-ostkirchen.de

 

 
Lippische Landeskirche

Leopoldstr. 27
32756 Detmold

www.lippische-landeskirche.de