Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ möchte Zuversicht schenken und Perspektiven für ein Leben in Würde schaffen. Christus selbst ruft dazu auf: „Ich war hungrig und ihr habt mich gespeist, ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäusevangelium 25,35). Dieses Wort Jesu stellt Kirche und Diakonie besonders an die Seite von Ausgegrenzten, Geflüchteten, benachteiligten Männern und Frauen, Kindern und Jugendlichen.

 

Dass ein gerechtes und soziales Europa Wirklichkeit wird, das ist eines der Anliegen von „Hoffnung für Osteuropa“. Bestehende globale Wirtschafts- und Verteilstrukturen sind ungerecht aufgebaut. Trotz des wirtschaftlichen Wachstums bleiben viele in Mittel- und Osteuropa von dieser Entwicklung ausgeschlossen. Daher gilt es gerade diese Strukturen zu verändern und zwar durch jahrelange christliche Partnerschafts- und Aufbauarbeit.

Viele ältere oder arbeitslose Menschen vor allem im ländlichen Raum sind weiterhin auf Unterstützung durch diakonische Initiativen und Einrichtungen angewiesen. Arbeitsmigration trägt dazu bei, dass die Verhältnisse vor Ort sehr schwierig sind. Sogenannte „Eurowaisen“ und allein gelassene Pflegebedürftige sind unter anderem die Folge.

 

Diakonische Werke und Kirchengemeinden in ganz Deutschland leisten wichtige Arbeit in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas. Mit den Organisationen vor Ort werden Wege gefunden, die Menschen unabhängig von Herkunft und sozialem Status in ein lebenswertes Leben führen.

 

Hier finden Sie sowohl Projekte, die aus Ihrer Region begleitet werden, als auch Informationen über Projekte in den unterschiedlichen Ländern. Durch Ihre Unterstützung können Sie Teil eines grenzüberschreitenden Netzwerkes werden.

Beispiele für Projekte im Rahmen von Hoffnung für Osteuropa

Sozialdiakonische Arbeit in Riga 

 

Im Rahmen der Aktion "Hoffnung für Osteuropa" 2022/2023 bittet das Diakonische Werk Bremen e.V. um Spenden und Kollekten für die sozialdiakonische Arbeit der Jesus-Gemeinde in Riga.

Die Jesus-Gemeinde Riga mit ihren rund 800 Mitgliedern liegt zentral in der lettischen Hauptstadt. Da viele Menschen in Riga nur wenig verdienen und daher in großer Armut leben, hat die Gemeinde vor 25 Jahren entschieden, eine Diakonie-Sozialstation aufzubauen. Diese bietet ein kleines Altenheim, einen Kindergarten, Hausbesuche, eine Kleiderkammer und eine Apotheke. Diese Angebote werden nach wie vor rege genutzt und sind nur dank des großen ehrenamtlichen Engagements von 30 Freiwilligen vor Ort und der finanziellen Unterstützung zahlreicher Partnerorganisationen aus ganz Deutschland möglich.



Ukraine-Krise/Spenden für Hilfen in den Nachbarländern

Kompetent, verlässlich und nah bei den Menschen. So arbeiten unsere Partnerorganisationen in Polen, der Slowakei und Rumänien. In ihrem Einsatz für Geflüchtete aus der Ukraine stehen wir ihnen durch Fürbitte, fachliche und finanzielle Unterstützung zur Seite. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen.

 

Unsere Partnerorganisationen sind präsent an den Grenzen, sie empfangen geflüchtete Frauen und Kinder, sorgen für erste Versorgung und vermitteln Notunterkünfte und psychologische Betreuung. Wir von der württembergischen Landesstelle Hoffnung für Osteuropa sind dankbar für die Kirchengemeinden und die Träger diakonischer Arbeit in Polen, der Slowakei und Rumänien und ihr Engagement, Geflüchtete aus der Ukraine bei sich aufzunehmen oder sie auf ihrer Durchreise zu unterstützen.


Die Sozialkantine in Aninuosa (Rumänien) bietet Mittagessen und Lernunterstützung für benachteiligte Kinder

 

Die Kantine des Ortenauer Vereins „Hilfe für Menschen“ versorgt in Aninuosa mittlerweile täglich 28 Schulkinder mit einem Mittagessen. Im Anschluss unterstützt eine Mitarbeiterin die Kinder bei ihren Hausaufgaben. Alle Kinder kommen aus sozial schwachen Familien, die Hälfte der Kinder sind aus Roma-Familien.

Ziel ist es, den ärmsten Kindern der Stadt ein Mittagessen anzubieten, ihnen beim Erledigen der Hausaufgaben zu helfen, sie zu motivieren, täglich die Schule zu besuchen und Freude am Lernen zu bekommen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde Kontakt mit dem Bürgermeisteramt und der Schule vor Ort aufgenommen, die die Härtefälle und die Namen der Kinder nannten, die nur unregelmäßig oder gar nicht zur Schule gingen.

Der Verein ist dafür auf Spenden und unsere Unterstützung angewiesen.

 

In der Pandemie wurden zuletzt meist Essenspakte vorbereitet und in die Familien gebracht. So konnte das Projekt auch unter erschwerten Bedingungen weitergeführt und der Kontakt und die Unterstützung aufrecht erhalten werden.


Besuchsdienst und häusliche Pflege der Evangelischen Kirche und der Diakonie in Tiflis

Der Evangelische Pflegedienst in Georgien kümmert sich um 120 hilfsbedürftige Personen, meist alleinstehende kranke und alte Menschen.

 

Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Georgien ist die diakonische Arbeit ein wichtiger Faktor der kirchlichen Tätigkeit. Zunächst wurde eine freiwillige Nachbarschaftshilfe in den einzelnen Kirchengemeinden aufgebaut. Dieser Besuchsdienst für bedürftige Gemeindeglieder existiert bis heute. Weil es auch in Tiflis immer mehr alte und kranke alleinstehende Menschen gibt, übernahmen die ehrenamtlich Mitarbeitenden immer mehr auch pflegerische Dienste. Deshalb wurde im Jahr 2014 mit Hilfe von Hoffnung für Osteuropa zusätzlich noch ein häuslicher Pflegedienst aufgebaut, in dem heute zwölf Krankenschwestern ca. 120 hilfsbedürftige Menschen zu Hause versorgen. Damit leistet die kleine Lutherische Kirche Pionierarbeit und gibt ein sichtbares Zeichen christlicher Nächstenliebe, das sehr deutlich in Gesellschaft und Politik wahrgenommen wird.








Zum Netzwerk der Kooperationspartner gehören:

 

Die Aktion "Hoffnung für Osteuropa" wird seit 1994 deutschlandweit von Diakonischen Werken und Landeskirchen durchgeführt. Zwischen Ost und West sind in den vergangenen Jahren starke Partnerschaften durch die Aktion gewachsen. Wenn Sie mehr über die Arbeit im Rahmen von "Hoffnung für Osteuropa" in Ihrer Region erfahren möchten, kontaktieren Sie einfach den regionalen Partner:

 

 

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evang. Kirche von Westfalen

Olpe 35
44135 Dortmund

www.moewe-westfalen.de/aktiv-werden/hoffnung-fuer-osteuropa/

 

Das Diakonische Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e.V.
Vorholzstraße 3
76137 Karlsruhe

www.diakonie-baden.de

 

Diakonisches Werk Bayern e.V.
Pirckheimerstr. 6
90408 Nürnberg
www.diakonie-bayern.de

 

Diakonisches Werk Bremen e.V.

Contrescarpe 101

28195 Bremen

www.diakonie-bremen.de


 

Diakonisches Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig e.V.

Peter-Joseph-Krahe-Straße 11
38102 Braunschweig

www.diakonie-im-braunschweiger-land.de

 

 

Diakonisches Werk der Evangelisch-reformierten Kirche

Saarstraße 6
26789 Leer

diakonie.reformiert.de

 

Diakonie Mitteldeutschland
Merseburger Straße 44
06110 Halle (Saale)

www.diakonie-mitteldeutschland.de


Diakonisches Werk der Ev. Kirche im Rheinland

Lenaustraße 41
D-40470 Düsseldorf

www.diakonie-rwl.de/hoffnung-osteuropa

 Evangelische Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt

Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
www.ekir.de

 

Landesstelle "Hoffnung für Osteuropa" Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart

www.diakonie-wuerttemberg.de/hoffnung

 

Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens

Obere Bergstr. 1
01445 Radebeul

www.diakonie-sachsen.de/ich_moechte_helfen_hoffnung_fuer_osteuropa_de.html


 

Zentrum Oekumene der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Praunheimer Landstr. 206
60488 Frankfurt am Main

www.zentrum-oekumene.de

 

Konvent der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V.

Cumbacher Straße 12
99880 Waltershausen

www.ev-ostkirchen.de

 

 
Lippische Landeskirche

Leopoldstr. 27
32756 Detmold

www.lippische-landeskirche.de