Projektbeispiele - dafür setzt "Hoffnung für Osteuropa" sich ein

"HfO" an der Seite seiner Partnerinnen und Partner in Belarus

 

Der Trägerkreis von Hoffnung für Osteuropa in Hessen und Nassau sowie Westfalen nimmt mit großer Sorge die Ereignisse und die Berichterstattung aus Belarus in diesen Tagen wahr. Die landesweite Gewalt der Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstrant*innen im Zuge der Präsidentschaftswahlen am 9. August verdeutlicht den Riss, der durch die belarussische Gesellschaft geht. Misstrauen und Angst, verhärtete Fronten erschweren einen friedvollen und konstruktiven Dialog miteinander.

 

Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ begleitet und unterstützt seit Jahrzehnten diakonische und soziale Projekte, sowie Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit. Besonders in Minsk kooperieren wir mit dem Internationalen Bildungswerk (IBB) gGmbH, fördern Aufenthalte und Erholungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Gesundheitszentrum „Nadeshda“ und unterstützen kirchliche Partnerschaftsarbeit. In diesen Tagen ist der Kontakt zu den Projektpartnern vor Ort besonders wichtig. „Wir können nur hoffen und beten, dass sich die Situation gut löst“ schreibt eine Lehrerin aus der  belarussischen Stadt Gomel, die ebenfalls unter heftigen Gewaltausschreitungen leidet.  

 

Als Außenstehende ist es nicht an uns Empfehlungen und Ratschläge zu geben, sondern den Verantwortlichen Besonnenheit und kluge Entscheidungen zu wünschen, deeskalierend und zum Wohl der Bevölkerung zu agieren.

 

Wir beten um die Wahrung der Menschenrechte, um den Schutz vor Gewalt und für friedvolle Wege in dieser Zeit des Übergangs. Wir hoffen, dass die aktuelle Aufmerksamkeit, die das Land in diesen Tagen bekommt, nicht punktuell und vorübergehend ist, sondern das gegenseitige Wahrnehmen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene über diese Wochen hinausgeht. Wir werden auch in Zukunft den Kontakt und die Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern fördern und werden ihnen in der internationalen Öffentlichkeit eine Stimme geben.

www.evangelisch.de

 

 

Erholung für Kinder aus den Tschernobyl-Regionen

 

Das Zentrum Ökumene untertsützt das Kinderzentrum „Nadeshda“ (deutsch: Hoffnung), das 1994 gemeinsam von Weißrussen und Deutschen speziell für Kinder aufgebaut wurde, die infolge der Tschernobyl-Katastrophe ständig in radioaktiv belasteten Gebieten leben. Das Zentrum befindet sich 80 km von Minsk entfernt in einem Naturschutzgebiet.

 

In „Nadeshda“ können sich 280 Kinder während des Schuljahres und 370 Kinder während der Sommerferien für je 24 Tage erholen.

 

Neben der Erholung von Kindern aus den Tschernobyl-Regionen führt das Zentrum in Kooperation mit weißrussischen und internationalen Initiativen auch Erholungsprojekte für Kinder mit onkologischen und endokrinischen Erkrankungen, mit Behinderungen und angeborenen Herzfehlern sowie mit anderen chronischen Erkrankungen durch. Derzeit führen Initiativen aus sieben Ländern jährlich über 25 Rehabilitations- und Erholungsprojekte für unterschiedliche Zielgruppen in Nadeshda durch.

www.zentrum-oekumene.de

Gegen die Diskriminierung von Kindern mit Behinderung in Albanien

Das Diakonische Werk Bremen e.V. bittet um Unterstützung für das Projekt "Special Needs" in Albanien. 

 

Albanien mit seinen knapp 3 Millionen Einwohnern gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Obwohl die Geselligkeit zum alltäglichen Leben in dem südosteuropäischen Land gehört, sind kranke und behinderte Menschen in der Öffentlichkeit kaum zu sehen. Sie werden aus Scham versteckt.


Um etwas gegen das kulturelle Stigma zu unternehmen, dass Kinder mit Behinderungen eine Schande für die Familie seien und geheim gehalten werden müssten, unterstützt das Diakonische Werk Bremen e.V. im Rahmen der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ eine christliche Gemeinde. Sie setzt sich dafür ein, dass die betroffenen Familien ein menschenwürdiges Leben führen und durch eine Behinderung keine Ausgrenzung, sondern Teilhabe erfahren.

 www.diakonie-bremen.de/albanien


Häusliche Pflege in Georgien

Das Diakonische Werk Württemberg unterstützt ein Projekt zur häuslichen Pflege in Georgien.

 

Protestanten gibt es kaum im orthodoxen Georgien. Aber ihr diakonischer Arm reicht so weit, dass die Stadt Tiflis ihre Dienste gerne in Anspruch nimmt. Die württembergische Landeskirche unterstützt die soziale Arbeit.

 

Sie lebt im vierten Stock eines Wohnklotzes, in dem der Aufzug nur selten funktioniert. Für eine 90-Jährige in Georgiens Hauptstadt Tiflis wäre das herausfordernd genug. Doch seit sich Maria Kapianidze vor einem halben Jahr das Bein bei einem Sturz zertrümmert hat, kann sie die Wohnung sowieso nicht mehr verlassen. Die Witwe, deren einzige Tochter an Krebs gestorben ist, braucht dringend Hilfe - und die bekommt die orthodoxe Christin von der Diakonie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien.


Schutz und Förderung für Kinder in Rumänien

Die Sächsische Landeskirche und die Diakonie Sachsen sammeln für rumänische Kindern aus zerrütteten Verhältnissen.

 

Mit dem Erlös wird das Tageszentrum „Offenes Haus“ in Hermannstadt/Sibiu unterstützt. Die Einrichtung ist Teil der sozialdiakonischen Arbeit der Evangelischen Kirchgemeinde A.B. in der siebenbürgischen Stadt. Das „Offene Haus“, dessen Arbeit auf Spenden angewiesen ist, bietet regelmäßig bis zu 25 Kindern Schutz und Förderung. Sie erhalten ein Essen und können duschen. Daneben geht es um langfristige Unterstützung. Es stehen sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte zur Verfügung und es gibt für die Kinder individuelle Hilfe- und Erziehungspläne. Besonderes Augenmerk wird auf die Erledigung der Hausaufgaben und den regelmäßigen Schulbesuch gelegt. Denn Bildung ist eine Voraussetzung, um dem Kreislauf aus Armut und Ausgrenzung zu entkommen.


Strom- und Wasserversorgung im Altenheim „Schweischer“ & eine neue Heizung und Sonnenkollektoren im Altenheim „Hetzeldorf“

 

Die Fastenaktion der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Bayern und den Diasporawerken „Gustav-Adolf-Werk“ und „Martin-Luther-Verein“ widmet sich 2020 dem würdigen Leben im Alter in Osteuropa und unterstützt mit den eingenommenen Spenden und Kollekten thematisch passende Projekte in Mittelosteuropa, in diesem Jahr insbesondere in der Evangelischen Kirche in Rumänien mit zwei Seniorenheimen in Siebenbürgen.

 

 Projekt 1:

 »Die Alten sind hiergeblieben, als die Menschen in den 90er Jahren Siebenbürgen Richtung Deutschland verlassen haben«, sagt Mihaela Aldea. Sie leitet das Altenheim der Evangelischen Kirche in der Ortschaft Schweischer/Fișer (Kreis Kronstadt/Brașov). Heute betreut sie 30 Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Team von 13 Mitarbeitenden. »Uns geht es um den Menschen und seine Bedürfnisse«, ergänzt sie, und erklärt: » Im Rahmen seiner gegebenen Möglichkeiten darf jeder das Haus, den Hof und den Garten mitpflegen und sich in eine kleine Landwirtschaft mit Nutztieren einbringen.« Mit der Fastenaktion soll unter anderem die Strom- und Warmwasserversorgung im Haus stabilisiert und die Wohnräume der Bewohnerinnen und Bewohner modernisiert werden.

 

Projekt 2:

Das Altenheim Hetzeldorf ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft: Gemeinsam arbeiten die ca. 30 Bewohnerinnen und Bewohner in der eigenen Landwirtschaft. Jede und jeder hat seine Aufgaben. »Ich bringe jeden Morgen den Esel ›Tschuschi‹ auf die Weide«, sagt Klaus Gottschling, der jüngste Bewohner des Altenheims. »Tschuschi« ist eigentlich kein Esel, sondern ein kleines Pony. Es gehört genauso dazu wie die Schweine und die Schafe. Die Anlagen des Altenheims sind einfach und in die Jahre gekommen. Eine neue Heizung soll die Lebensqualität dort spürbar verbessern. Außerdem sollen Sonnenkollektoren und eine Photovoltaikanlage einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Vieles gelingt in Hetzeldorf nur, weil sich Ehrenamtliche engagieren. Doch für größere Maßnahmen muss Hilfe von außen kommen, zum Beispiel im Rahmen der Fastenaktion.

 

www.bayern-evangelisch.de

Tischgemeinschaft im Speiseraum im Altenheim Schweischer.
Bild: Evangelische Kirche A.B. in Rumänien

 

Gemeinsame Feldarbeit im Altenheim Hetzeldorf in Rumänien.

Bild: Evangelische Kirche A.B. in Rumänien

 

Autor: Raphael Quandt