Hilfe für benachteiligte Roma

"Zeichen setzen für ein gerechtes Europa" - das will die württembergische Diakonie mit dem Projekt in Serbien. Die Kinder der Roma müssen endlich ihren Platz in der serbischen Gesellschaft finden. Da viele Roma aus Deutschland kommen, haben wir auch eine besondere Verantwortung. Die württembergische Diakonie hilft beim Erlernen der serbischen Sprache, damit die Kinder die Schule besuchen können; bei der Beschaffung von Dokumenten, damit die Familien gleichberechtigte Staatsbürger werden können; bei der Existenzgründung, damit auch Roma von ihrer Hände Arbeit leben können. Dank der Unterstützung durch die Landesstiftung Baden-Württemberg und Ihrer Spende ist das möglich!

Damit die Roma einen Platz in der Gesellschaft und eine Zukunft bekommen, leistet unsere ökumenische Partnerorganisation EHO Hilfe zur Selbsthilfe. „Als wir nach Serbien kamen, war das hart. Ohne Zuhause, ohne Arbeit, ohne Perspektive“, sagt der 26 jährige Mihajlo Markov. Die Ökumenische Organisation EHO unterstützt Familien wie die Markovs dabei, ihre Lebenssituation zu verbessern. Sie setzt sich dafür ein, dass die lokale Regierung Strom- und Wasserleitungen legt. Sie hilft den Familien, damit sie eine Existenz gründen können, z.B. als Dachdecker oder Friseur. Die Kinder werden gefördert, damit sie die serbische Sprache lernen und einen Schulabschluss erreichen.

Bericht der SWR-Landesschau

Ein Team der SWR-Landesschau Baden-Württemberg begleitete unseren Osteuropaexperten Johannes Flothow nach Serbien. Der Bericht vom 20.03.2017 zeigt, wie die Diakonie Württemberg mit der Aktion Hoffnung für Osteuropa vor Ort hilft. Johannes Flothow besucht eine Familie, die erst kürzlich nach Serbien zurückgekehrt ist und sich in der neuen Lebenssituation zurecht finden muss. Wichtiger Anlaufpunkt für Rückkehrer ist unsere Partnerorganisation EHO, die Rechtsberatung anbietet und auslotet, welche Art von Hilfe am meisten Eigeninitiative anstößt. Nenad, der mit seiner schwangeren Frau im illegalen Slum lebt, schaut dank Hilfe von Hoffnung für Osteuropa zuversichtlich in die Zukunft und beweist damit: Hilfe lohnt sich!

Zum Bericht

Halima träumt von Deutschland

Drei Jahre hat Halima Krasnici mit ihrer Familie in Deutschland gelebt. Seit zwei Jahren wohnt sie nun in Veliki Rit, dem mit mehr als 2.500 Bewohnern größten Roma-Slum in Novi Sad. Mit ihren Eltern spricht die 14-Jährige Albanisch, mit ihrem Bruder Deutsch. Die Dusan-Radovic-Schule, die sie besucht, ist mit 1.860 Schülern, die größte Schule des Landes. 500 der Kinder kommen aus den benachbarten Slums. 175 pädagogische Assistenten helfen den Roma-Kindern bei den Hausaufgaben und beim Erlernen der serbischen Sprache. Auch Halina bekommt diese Unterstützung, denn sie spricht besser deutsch als serbisch. Auf Deutsch beschreibt sie auch ihren großen Wunsch: "Ich wäre gern wieder in Deutschland sehen, dort ist alles besser als hier."

Bad als Schlüssel zu allem

"Teilhabe beginnt damit, dass man sauber ist, Kleidung und Schuhe hat und zur Schule gehen kann", weiß Johannes Flothow, Osteuropaexperte beim Diakonischen Werk Württemberg. Doch die wenigsten Behausungen in den Roma-Slums verfügen über ein Badezimmer. Deshalb unterstützt die Diakonie im Rahmen ihrer Aktion Hoffnung für Osteuropa die EHO bei der Sanierung der Roma-Unterkünfte. Die Hilfsorganisation stellt die Baumaterialien, die Roma greifen selbst zum Hammer und sanieren und erweitern ihre Häuser – Hilfe zur Selbsthilfe.

Reinigungsgerät zum Überleben

Mit dem Reinigen von Autopolstern und Sofas sichert Agron Hasani seiner Familie das Überleben. Das spezielle Reinigungsgerät hat er Dank Spenden für die Aktion Hoffnung für Osteuropa bekommen. "Mein Lohn ist zwar gering, reicht aber gerade so", meint der 37-jährige stolze Vater von Zwillingen. Sorgen bereitet dem gelernten Lokführer aber, dass Autoreinigen eine sogenannte Saisonarbeit ist. "Im Herbst und Winter will niemand meine Dienste haben. Und Lokführer werden in Serbien schon gar nicht gebraucht." Trotz allem ist Hasani, der eineinhalb Jahre in Pforzheim gelebt und dort auf dem Bau gearbeitet hat, mit seinem Leben in Novi Sad zufrieden: "Hier ist der Stress halb so groß wie in Deutschland und hier habe ich meine Familie."


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Diakonie Württemberg
Verwendungszweck: Hoffnung für Osteuropa
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