Starthilfe für zurückgekehrte Roma

In den Kursen zur Existenzgründung erhalten motivierte Frauen und Männer das nötige Wissen und ein kleines Startkapital, um sich mit ihrer Arbeitskraft selbständig zu machen. Nachdem sie den Kurs absolviert hat, kann Miradija Salja Nähmaschine, Garne und Stoffe für ihre Änderungsschneiderei kaufen. Die Anfragen aus der Nachbarschaft zeigen, dass ihr Können gefragt ist und geben ihr Selbstvertrauen.

Senad Heljsani arbeitet als Handwerker auf verschiedenen Baustellen. Seit er eigenes Werkzeug mitbringen kann, ist sein Einsatz noch gefragter. An Ruhetagen kann er zusätzliches Einkommen erzielen, indem er das Werkzeug vermietet. Im Kurs zur Existenzgründung hat er gelernt, wie er alle Ausgaben und Eingaben im Blick behält, so dass sein Kleinunternehmen von Anfang an auf gesunden Beine steht.


Perspektiven für Heimatlose

Die meisten sprechen gut deutsch, viele vermissen ihre Freunde und schwäbische Spätzle. Nun möchten Sie Fuß fassen in einem Land, das sie nicht willkommen heißt. Unsere ökumenische Partnerorganisation EHO unterstützt abgeschobene oder freiwillig zurück gekehrte Roma dabei, eine Perspektive in Serbien zu finden.

Unterstützung beim Erlernen der serbischen Sprache, damit die Kinder die Schule besuchen können; bei der Beschaffung von Dokumenten, damit die Familien gleichberechtigte Staatsbürger werden können; bei der Existenzgründung, damit auch Roma von ihrer Hände Arbeit leben können – die Angebote von EHO sollen den schwierigen Start erleichern helfen.

Damit die Roma einen Platz in der Gesellschaft und eine Zukunft bekommen, leistet unsere ökumenische Partnerorganisation EHO Hilfe zur Selbsthilfe. „Als wir nach Serbien kamen, war das hart. Ohne Zuhause, ohne Arbeit, ohne Perspektive“, sagt der 26 jährige Mihajlo Markov. EHO unterstützt Familien wie die Markovs dabei, ihre Lebenssituation zu verbessern. Sie setzt sich dafür ein, dass die lokale Regierung Strom- und Wasserleitungen legt. Sie hilft den Familien, damit sie eine Existenz gründen können, z.B. als Dachdecker oder Friseur. Die Kinder werden gefördert, damit sie die serbische Sprache lernen und einen Schulabschluss erreichen.


Bericht der SWR-Landesschau

Ein Team der SWR-Landesschau Baden-Württemberg begleitete unseren Osteuropaexperten Johannes Flothow nach Serbien. Der Bericht vom 20.03.2017 zeigt, wie die Diakonie Württemberg mit der Aktion Hoffnung für Osteuropa vor Ort hilft. Johannes Flothow besucht eine Familie, die erst kürzlich nach Serbien zurückgekehrt ist und sich in der neuen Lebenssituation zurecht finden muss. Wichtiger Anlaufpunkt für Rückkehrer ist unsere Partnerorganisation EHO, die Rechtsberatung anbietet und auslotet, welche Art von Hilfe am meisten Eigeninitiative anstößt. Nenad, der mit seiner schwangeren Frau im illegalen Slum lebt, schaut dank Hilfe von Hoffnung für Osteuropa zuversichtlich in die Zukunft und beweist damit: Hilfe lohnt sich!

Zum Bericht


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